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Losung und Lehrtext:
(20.05.2012) Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes. Psalm 50,23 Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus! 1.Korinther 15,57 ©Evangelische Brüder-Unität |
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Telenovelas als neue TV-ReligionDie Heldinnen lächeln von den Reklametafeln herunter. Ihre Namen sind Tessa, Lotta, Laura, Julia oder Lisa. Sie sind Traummädchen, die für viele Fernsehzuschauer neue Träume wecken. Die Rede ist von den Darstellern des neuen Genres der Telenovela. Laut Christian Popp, Chefproduzent der Sat 1 Telenovela "Verliebt in Berlin" seien die Sendungen "gute Unterhaltung, und erfüllten den Wunsch des Publikums nach Drama und Romantik." Die Zuschauer tauchen ein in eine Seelensauna aus großen Gefühlen, Sehnsüchten und Träumen, Liebe, Leidenschaft und Melodramatik. Anders als bei den Daily Soaps ist das Happy End hier aber fest eingeplant. Die Quoten der Serien sprechen Bände. Als erstes startete die Telenovela "Bianca" im ZDF mit durchschnittlich 2,12 Millionen Zuschauern im November 2004. Das hatte sich im September 2005 auf durchschnittlich 2,79 Millionen gesteigert. Danach kamen "Julia" und "Tessa", sowie "Lotta in Love" auf Pro 7. Zum Erfolgsschlager wurde "Verliebt in Berlin",diese Serie erzählt die Geschichte von Lisa Plenske, dem naiven Mädchen vom Land, die mit Hornbrille, Zahnspange und Übergewicht in die Berliner Modeszene kommt. Die Einschaltquote lag bei 3,75 Millionen. Jede fünfte der 14- bis 49jährigen wurde damit erreicht. Die Zielgruppe sind Teenager und Frauen. Das, was die Zuschauer so reizt ist das Gefühl, die Schicksale des Lebens nicht alleine durchzumachen. Die Helden der Telenovela erleben natürlich viel krassere Dinge. Das persönliche Leben erscheint plötzlich viel angenehmer im Vergleich zum Leiden der Fernsehstars. Die Telenovelas folgen einem einfachen Schema. Der Sieg des guten ist genau so leicht herauszufinden wie in Groschenromanen. Über allem Geschehen regiert die Liebe wie ein Gott. Im Gegensatz zur wirklichen Welt wird hier eine "heile Welt" suggeriert, die sich am Ende doch durchsetzt. Für den postchristlichen Fernsehkonsumenten hat diese "ewige Liebe" den Platz von Gott eingenommen. Telenovelas auf dem Bildschirm sind wie ein Beruhigungsmittel. Statt die Probleme der Welt zu bekämpfen zieht man sich zurück und träumt von großen Gefühlen. Der Erfolg der Serien sollte uns nicht verwundern. Wir leben in einem reichen Land, aber die Problem um uns herum werden massiver. Neue Armut, hohe Arbeitslosigkeit und Terror bedrohen uns. Romantische Telenovelas holen den Zuschauer wieder aus dem Tief. Die weirklichen Probleme bleiben jedoch ungelöst. Es ist Zeit aus der romantischen Traumwelt aufzuwachen und sein Leben in der Realität mit Gott zu leben.
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