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Losung und Lehrtext:
(20.05.2012) Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes. Psalm 50,23 Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christus! 1.Korinther 15,57 ©Evangelische Brüder-Unität |
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Mediensucht – immer mehr Kinder betroffenSie verbringen bis zu sechs Stunden jeden Tag vor der Glotze. Für Hausaufgaben, Hobbies oder Treffen mit Freunden bleibt keine Zeit und Lust mehr. Das Übergewicht lässt sich nicht mehr verbergen. Diplom-Psychologen beschäftigen sich mit der immer größer werdenden Anzahl von medienabhängigen Kindern. Im Ostseeheilbad Boltenhagen werden diese Kinder speziell betreut. Simone Trautsch, die Leiterin dieser Einrichtung, sagt: „Es gibt bislang keine exakte Definition zur Medienabhängigkeit von Kindern, da die Forschung hier noch in den Anfängen steckt. Wenn ein Kind mehr als vier Stunden lang täglich vor dem Flimmerkasten sitzt, dann zeigt es aber bestimmte Symptome wie Konzentrationsschwäche, Gereiztheit oder Schlafstörungen.“ Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung empfiehlt, dass Kinder zwischen zehn und dreizehn Jahren nicht mehr als 90 Minuten täglich fernsehen sollten, und weist gleichzeitig darauf hin, dass der durchschnittliche Fernsehkonsum bei Kindern dieser Altersgruppe bei täglich 108 Minuten liegt. Das Problem der Medienabhängigkeit ist, dass man den Betroffenen die Suchtstoffe nicht einfach entziehen kann, so wie beim Drogen- oder Alkoholabhängigen, weil Medien ja heutzutage allgegenwärtig sind. Ziel der Therapeuten ist daher, den Abhängigen einen verantwortungsvollen Umgang mit Medien beizubringen. In dem Heim an der Ostsee ist nur ein einziger Computer für alle vorhanden, der lediglich für E-Mail benutzt werden darf. Der Fernseher bleibt ganz ausgeschaltet. Ein ganzes Team von Ärzten, Psychologen, Pädagogen und Erziehern beschäftigt sich mit den Kindern. Sie sollen zur Kreativität angeregt werden. Was sich als Schwierigkeit herausgestellt hat ist, dass die Verhaltensmuster der Kinder oft direkt von den Eltern übernommen wurden. Internet und Fernsehen wird als Flucht vor der Realität vorgelebt, geregelte Mahlzeiten finden nur selten statt. Das ist tragisch, denn Diplom-Psychologe Sascha Görlich von der Justus-Liebig-Universität in Gießen fand in seinen Untersuchungen heraus: „Das Wichtigste ist, dass die Eltern Kontrollinstanz sind und als gutes Beispiel voran gehen. Wenn auch sie den ganzen Tag nur Fernsehen gucken, muss man sie knallhart für die Probleme ihrer Kinder verantwortlich machen.“ Weiter meint Görlich: „Diese Sucht ist teuflisch, nichts ist einfacher, als wenn man nur auf einen Knopf drücken muss, um die alten Gelüste wieder zu befriedigen.“ Ich finde, wir sollten Kindern mehr Zeit schenken und ihnen sinnvolle Beschäftigungen geben, bei denen sie Verantwortung und Rücksichtnahme lernen können. Wir sollten selber lernen mit Medien verantwortungsvoll umzugehen um später einmal unseren Kindern ein gutes Beispiel zu sein. Sonst haben wir später lauter medienverseuchte Monster, die sich nicht in die Gesellschaft eingliedern können. Jesus sagt in bezug auf Kinder: „Wenn aber jemand einem dieser Kleinen, die an mich glauben, Anlass zur Sünde gibt, für den wäre es besser, dass ein Mühlstein an seinen Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde.“ (Matthäus 18,6)
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